Öffentlichkeitsarbeit und KooperationspartnerInnen

Entwicklungsbegleitung von Kindern ist pädagogisches Handeln im umfassenden Sinn - also nicht nur Umgang mit Kindern, sondern vielmehr eine fachkompetente Tätigkeit, die alle Bereiche einer Kindertagesstätte berührt. Hierzu zählen unter anderem die Zusammenarbeit mit Dritten und die Öffnung nach außen.
Wir sehen uns als politische Personen, zu deren Aufgabenfeld es gehört, die sozialpädagogische Arbeit in der Institution, ihre Schwerpunkte und Ziele der interessierten Öffentlichkeit transparent und nachvollziehbar zu machen.
Die Darstellung unseres spezifischen Profils unter anderem in der Konzeption, in kitaeigenen Prospekten sowie in den Medien schafft eine gewollte öffentliche Beachtung und Diskussion unseres professionellen Handelns. Durch diese Vernetzung entsteht eine Ebene des Verständnisses sowie der Solidarität über die Kita hinaus. Es kommt zu einer Wertschätzung unserer pädagogischen Arbeit, die uns ermöglicht, die Öffentlichkeit für die Bedürfnisse heutiger Kinder zu sensibilisieren. Eine aktive Form der Öffentlichkeitsarbeit trägt somit nicht nur zur Stärkung des Berufsbildes bei, sondern bietet die Möglichkeit, effektiv als Bündnispartnerinnen von Kindern zu wirken. Erzieherinnen sind stets gefordert, über die Einrichtung hinaus ihr Bild vom Kind gegenüber Eltern, dem Träger, Politikern und der breiten Öffentlichkeit zu vertreten und auf dieser Grundlage zu agieren. Hieraus entwickeln sich Formen der Kooperation und Unterstützung, die unter anderem auch helfen, neue Ressourcen für die Arbeit mit Kindern zu erschließen.

Bewegungs-Kita

Im Rahmen des Projektes „Bewegter Kindergarten“ der Landesregierung Niedersachsen nahmen zwei Kolleginnen im Jahr 2006 an den Qualifizierungsmodulen für die Voraussetzung des „Markenzeichens Bewegungskita“ teil. Hinter dem Markenzeichen verbirgt sich die Definition und Festlegung von Standards für eine Bewegungskindertagesstätte. Die theoretischen Inhalte der Qualifizierungsmodule waren bewegungspädagogisches Grundwissen und psychomotorische Grundlagen wie: methodischdidaktische Leitlinien, Bewegungszeiten und bewegungsfördernde Raumgestaltung. In der Praxis waren von Bedeutung: Alltagsmaterialien, Klein- und Großgeräte, Gerätelandschaften, Spielverhalten, Spielerleben, Rhythmik und Tanz. Im Januar 2007 nahmen alle Erzieherinnen der Kita an einer Weiterbildung teil und der Verleihung des „Markenzeichens Bewegungskita“ stand nichts mehr im Weg. Inzwischen haben wir die zweite Verlängerung erhalten.

„Felix“ - Singen mit Kindern in Kindertagesstätten

Kooperation mit der Grundschule

Eine intensive Zusammenarbeit mit der Grundschule sehen wir als eine notwendige Unterstützung für die zukünftigen Schulkinder und deren Familien an.
Der Eintritt in die Schule stellt ein Lebensereignis dar, das bereits vor dem Einschulungstag deutliche Veränderungen für den gesamten Familienverband mit sich bringt. Hier sehen wir es als unsere Aufgabe, diesen Prozess unterstützend zu begleiten. Unterrichtsbesuche, Projektwoche in der Schule mit den zukünftigen Schulkindern, Kontakte zu Schulkindern, LehrerInnen sowie dem weiteren Schulpersonal und ein Kennenlernen der Schulräume helfen den Kindern, sich mit dem neuen Lebensabschnitt vertraut zu machen. Es entwickelt sich ein realitätsnahes Bild, das eine Basis für eine intensive Auseinandersetzung mit der Thematik bietet. Durch Kontakte, Spiele und Gespräche wird das einzelne Kind gestärkt, sich auf das Neue einzulassen und selbstbewusst für seine Bedürfnisse einzutreten.
Die Kooperation zwischen Kita und Schule beinhaltet darüber hinaus im Frühsommer eines jeden Jahres einen Elternabend zur Sprachstandsfeststellung innerhalb der Kita. An diesem Treffen haben die Eltern der zukünftigen Schulkinder die Möglichkeit, erste Kontakte zu LehrerInnen herzustellen und sich über die Sprachstandsfeststellung, über pädagogische Inhalte und über den Weg zur Einschulung zu informieren und auszutauschen.
Zusätzlich sehen wir in der Kooperation mit der Grundschule die Möglichkeit, das eingegangene Bündnis mit den Kindern über die Kita hinaus aufrecht zu erhalten und unser Bild vom Kind in weiterführende Institutionen zu tragen. Zu allen Grundschulen der näheren Umgebung bestehen langjährige Kontakte.

Zusammenarbeit unterhalten wir:

  • ...mit der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern vor Ort
  • ...mit dem Jugendamt des Landkreises Goslar
  • ...mit der Lebenshilfe und Frühförderung
  • ...mit dem Arbeitskreis „Runder Tisch“ der Polizei
  • ...mit dem Landkreis, Jugendhilfeplanung, für den Erhalt des regionalen integrativen Konzepts
  • ...mit der Stadtbücherei
  • ...mit allen Berufs- und Berufsfachschulen des Landkreises
  • ...mit anderen Kitas und Einrichtungen der Jugendhilfe

Feste und Veranstaltungen für Familien und Öffentlichkeit

Im Laufe eines Kitajahres veranstalten wir verschiedene Feste gemeinsam mit Kindern und Eltern unter Einbeziehung der Öffentlichkeit. Diese Veranstaltungen bieten Gelegenheiten zum Kennenlernen von Erzieherinnen und Einrichtung und fördern neue, generationsübergreifende Kontakte zu anderen Menschen. Über die Zusammenarbeit mit Eltern hinaus verstehen wir uns als Teil des Gemeinwesens. Deshalb ist für uns die Akzeptanz und Unterstützung der MitbürgerInnen der Stadt von großer Bedeutung.

30-jähriges Jubiäum der Kita